Predigt vom 25.01.2026

Menschen brauchen Geschichten. Menschen brauchen Geschichten. Geschichten geben Halt. Geschichten werden weitererzählt. Sie geben uns Orientierung. Sie geben uns Wurzeln. Kindern liest man gerne Geschichten vor. Sie möchten gerne vorgelesen bekommen oder abends vor dem Einschlafen noch eine Geschichte hören. Geschichten geben Halt. Sie geben Wurzeln. Das sind Dinge, von denen komme ich her. Das habe ich von meinen Kindesbeinen so gehört. Sie geben Halt. Sie geben Wurzeln. Das Interessante ist, bei uns in Burgstädt auf dem Markt, wir haben einen Märchenbrunnen. 

Geschichten sind dahinter. Also in diesem Fall die Sage von dem Mann vom Tauchastein oder der Riese vom Tauchastein. Dahinter sind Geschichten. Märchen sind Geschichten. Erfolgsgeschichten sind Geschichten. Wenn jemand in der Ahnenforschung unterwegs ist und da stolz ist, mein Großvater, der hat. 

Und für uns Christen sind es natürlich die Geschichten aus der Bibel. Die geben uns Halt. Das sind unsere Geschichten. 

Ich habe, als ich mich jetzt auf dieses Thema vorbereitet habe, Richtung im Leben, ist mir das heute früh nochmal aufgefallen, in der Schule, im Religionsunterricht. Also auch wenn man an einer christlichen Schule ist, die Schüler sind ja überhaupt nicht immer so christlich. Die sagen auch manchmal ganz offen, und das ist ja immerhin gut, wenn sie überhaupt eine Meinung haben, wir sind Atheisten. Und dementsprechend kann es im Reli-unterricht durchaus auch mal hoch hergehen. Und da schlagen die WOgen bei Diskussionen durchaus auch mal hoch. Und ich habe das selber festgestellt. Ja, Geschichten, ich lebe von Geschichten her, Geschichten aus der Bibel. Und die geben mir Halt. Und die Schüler wissen das. Der Rallye-Lehrer tickt so. Funktioniert bei dem so. 

Ich erinnere mich, als ich noch Lehrling war, ach, 40 Jahre, nee, reicht gar nicht länger her. Und ich war hineingeschubst in so eine Lehrlingsregade. War der einzige Christ. Da wurde auch manchmal hin und her diskutiert. Für mich war das ziemlich schwierig. Aber dann sagte jemand, der hat wenigstens eine Meinung. So etwas hast du ja gar nicht, sagte der einer zum anderen. Der hat wenigstens eine Meinung. 

Eine Lehrerin an der Grundschule, ich war wegen des weiteren Bildungswegs unserer Kinder zu einem Gespräch dort. War alles auch nicht weiter kompliziert. Und ich verabschiedete mich, alles klar. Und die Lehrerin, die Schulleiterin sagte zu mir, man merkt, sie haben eine Richtung im Leben. 

Die Bibel erzählt Geschichten. Nicht nur Geschichten. Aber selbst wenn sie keine Geschichten erzählt, sind oft Geschichten im Hintergrund. Und wir haben den Plan, seitens der Evangelischen Allianz Anfang März, ein paar Bibelabende zu den Psalmen zu machen. Das war auch der Grund, weshalb ich mich jetzt ein wenig in die Psalmen wieder mal reingekniet habe. Dass wir durch verschiedene Predigten uns schon mal an das Thema der Psalmen annähern. Und ich bin auf einen Psalm gestoßen, Psalm 78. Der hat damit zu tun, dass Leute Halt im Leben haben, dass Leute Orientierung haben, dass Leute im Gegenwind auch stehen bleiben können. 

Und das Ganze hat damit zu tun, dass man die richtigen Geschichten im Hinterkopf hat. Oder die wichtigen Geschichten hoffentlich nicht vergessen hat. Ich möchte vorlesen, Psalm 78, die Verse 1, die Verse 1 bis 16 ist ein langer Psalm. Ich werde nicht alles lesen, sondern nur ein Stück, 1 bis 16. Psalm 78. Das ist ein Psalm von Asaf, also aus der Zeit Davids, ungefähr 3000 Jahre alt, blickt zurück auf eine Geschichte, die aber insgesamt sogar 3000, ungefähr 3500 Jahre zurückliegt. Also ein Psalm von Asaf. Und ich lese ab Vers 1, Psalm 78, Vers 1. Höre mein Volk auf meine Weisung, neigt euer Ohr zu den Worten meines Mundes. Ich will meinen Mund öffnen, zu einem Spruch, will hervorbringen Rätsel aus der Vorzeit. Das verstehen wir gar nicht, Asaf will in Rätsel reden. Aber dieser Gedanke macht deutlich, Asaf wird all die Geschichte jetzt in ein paar wenigen Worten verdichtet, uns darstellt, also wie ein Gedicht. Man kann es verstehen, aber man muss sich ein bisschen reinknien. Und jetzt der eigentliche Psalm ab Vers 3. 

Was wir gehört und erfahren und unsere Väter erzählt haben, wollen wir nicht verhehlen, ihren Söhnen und der künftigen Generation erzählen, die Ruhmestaten des Herrn und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat. Denn er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob und ein Gesetz aufgestellt in Israel und er gebot unseren Vätern, sie ihren Söhnen kundzutun. Damit die künftige Generation sie kenne, die Söhne, die geboren werden sollten und auch sie aufständen und sie ihren Söhnen erzählten. Damit sie auf Gott ihr Vertrauen setzten und die Taten Gottes nicht vergessen und seine Gebote befolgten. Damit sie nicht würden, wie ihre Väter, eine widersetzliche und widerspenstige Generation, eine Generation, deren Herz nicht fest war und deren Geist nicht treu war gegen Gott. Wie die Söhne Ephraim, gerüstete Bogenschützen, sich wendeten am Tag des Kampfes. Sie hielten nicht den Bund Gottes und weigerten sich, nach seinen Geboten zu wandeln. Sie vergasen seine Taten und seine Wunder, die er sie hatte schauen lassen. Er tat Wunder vor ihren Vätern im Land Ägypten, im Land Zorns. Er spaltete das Meer und ließ sie hindurchgehen. Er ließ das Wasser stehen wie einen Damm. Er leitete sie des Tages mit der Wolke und die ganze Nacht mit dem Licht des Feuers. Er spaltete Felsen in der Wüste und drängte sie reichlich wie mit Fluten. Er ließ Bäche hervorkommen aus dem Felsen und Wasser herablaufen wie Flüsse. Die Verse 3 bis 5 Also die Verse 3 bis 5, da geht es um das Hören und Weitergeben. 

Da geht es um das Hören und das Weitergeben. Gottes Wort hören und weitergeben. Es beginnt damit, Gott hat gesprochen. Und die folgenden Generationen sind damit beauftragt, das Gesprochene weiterzugeben. Was wir gehört und erfahren und unsere Väter uns erzählt haben, wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen. Es geht los, wir haben gehört. Das heißt vorne dran, Gott hat gesprochen, jetzt stehe ich da und habe gehört. Ich stelle fest, in der Bibel ist das Hören enorm wichtig. Das ist enorm wichtig. Johannes beginnt sein Evangelium, indem er sagt, am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. Also am Anfang hat einer geredet, das war Gott. Was hat der Mensch am Anfang demzufolge zu tun? Zu hören. 

In den Sprüchen heißt mal, wer hört, dessen Wort bleibt. Interessant, ne? Wer hört, dessen Wort bleibt. Also da hört jemand zu und ist erstmal still, hat Zeit nachzudenken, sagt dann einen Satz, der wird aber auch gemerkt. 

Also das Hören ist in der Bibel extrem wichtig. Das begegnet uns an vielen Stellen. Da hat jemand nicht zugehört und sollte eigentlich längst Lehrer für Gottes Wort sein, aber kann nicht Lehrer sein, weil er nicht zugehört hat. Also es beginnt immer mit Gott. Vorn dran steht Gott, der redet und dann kommt der Mensch und hört. Das ist praktisch Evangelium. Erstmal macht Gott und ich Mensch bin erstmal passiv. Erstmal zuhören. Und aus dem Zuhören folgt dann das richtige Tun. Also hier das Weitergeben von Gottes Wort. Und Gott hat geredet und interessant für sein Reden verwendet er immer wieder Menschen. Menschen haben im Auftrag von Gott niedergeschrieben. Also lesen wir die Mosebücher. Da heißt es an mehreren Stellen, dass Gott zu Mose sprach, schreib auf. Was Mose offensichtlich gemacht hat und so sind die Mosebücher zum Beispiel als erster Teil des Alten Testamentes entstanden. Menschen haben das Wort abgeschrieben. Es wurde überliefert. Es wurde übersetzt. Es wird erklärt. Menschen haben uns vorgelesen. Vielleicht die Eltern, die Großeltern, als wir Kinder waren, zumindest wenn jemand, der von uns im christlichen Elternhaus aufgewachsen ist. Ja, Menschen haben uns vorgelesen, haben uns erzählt. Ganz typisch jetzt. Wir haben Kinderstunde, Kinder hören Gottes Wort. Wir haben selber gehört. Wir haben selber gelesen und sind womöglich auch selber dran, Gottes Wort weiterzugeben. zu geben. Wir wollen, wir sollen die Taten Gottes der nächsten Generation weitergeben. Und es gibt hier also einen ganz typischen Dreisprung, der typisch ist fürs Evangelium. Das erste Gott hat gesprochen, also Gott tut. Jetzt ist der Mensch dran, sich damit zu beschäftigen. Wir haben es gehört. Kann er sagen, wir haben es gelesen. Und dann, der nächste Schritt, wir sind dran, es der nächsten Generation oder auch anderen Menschen um uns herum weiterzugeben. 

Und der Inhalt dieses Wortes, das lesen wir auch, das sind die Ruhmestaten des Herrn und seine Macht und seine Wunder. Die Ruhmestaten des Herrn, seine Macht, seine Wunder. In der Geschichte Israels, was war die eine große Ruhmestat Gottes? Gott hat sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten rausgeführt. Das war die große Rettungstat Gottes. Bis heute feiern die Juden das Pesachmal, das an diese Rettungstat erinnert. Wir lesen zum Beispiel die zehn Gebote und da steht, du sollst Vater und Mutter ehren und du sollst nicht stehen, du sollst nicht Ehe brechen. All das steht drin, wer den Anfang im Bibeltext liest, also im Original liest, der versteht, die gehen los mit diesem Gedanken, ich bin daher dein Gott, der ich dich gerettet habe aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus. Also das geht gar nicht so einfach darum, dass der Mensch was machen muss, sondern es geht darum, dass der Mensch versteht, hier ist Gott, der hat mich gerettet. Also müssen wir bei diesem Gott genauer hingucken und jetzt zu dieser Rettung gehören Gebote. Also Gott hat gerettet, der Auszug aus Ägypten, diese große Tat Gottes im Alten Testament, die immer wieder in den verschiedenen Texten des Alten Testamentes durchklingt, die auch hier für Asaph gegenwärtig ist. 

Für uns Christen ist diese große, eine große Tat Gottes, Jesus, der am Kreuz stirbt, für uns und eine Sühnung für unsere Sünden wird. Das ist für uns im Neuen Testament die große Tat Gottes. Man könnte sagen, wir haben praktisch eine Doppeltat Gottes. Israel aus der Sklaverei in Ägypten rausgeführt, uns aus der Sünde rausgeführt. Das Blut verbindet im Alten Testament bei der Befreiung aus Ägypten. Die Israelis sollten ein Lamm schlachten, haben das Fleisch gegessen, das Blut an die Tür gestrichen, das Blut des Lammes war das Zeichen, du gehörst dazu, du darfst raus in die Freiheit. Für uns heute das Blut von Jesus Christus, sein Tod, sein Sterben, das Zeichen für die Freiheit, das woran auch unser Abendmahl erinnert. Also, wenn wir Abendmahl feiern, sind wir dann ganz direkt hier bei der Rettungstat Gottes, sind wir direkt mitten in Psalm 78 drin. Die großen Taten Gottes, das soll erzählt werden. Das Reden Gottes in alttestamentlicher Zeit geschah zweierlei. Gott hat durch sein Tun gesprochen. Er hat das Volk auch durch Wunder, wovon später hier noch gesprochen wird, herausgeführt in das versprochene Land, in die Freiheit nach Kanaan. Gott hat durch sein Handeln gesprochen, indem er das Volk rausführte, indem er so manches Wunder getan hat, was in der Bibel beschrieben steht und er weiß, was noch alles dazu gehört, was wir hier in der Bibel gar nicht lesen, was gar nicht mit aufgeschrieben worden ist. Aber dazu gehört auch das Wort. Also Gott führte sein Volk bis an Sinai. Dort gab es einen Stopp, dort war man längere Zeit, einige Monate und dort hat Gott seinem Volk das Gesetz gegeben. Also das bekannteste aus diesem Gesetz sind bis heute die zehn Gebote. Also Gott hat durch seine Taten gesprochen, Gott hat durch sein Wort gesprochen. Beides gehört zusammen. Wir sind heute manchmal so gestrickt, wir wollen mehr so auf das Erlebende, auf das Erlebte aufspringen. Wir wollen das Praktische, wir wollen das lebensnah. Wenn man die Bibel liest, merkt man, es gehört immer wieder auch das Wort dazu. Gemeinde lebt durch das Wort. Ich habe dieser Tage ein Interview gelesen mit Ulrich Parzani, Evangelist, wahrscheinlich bei allen Christen in Deutschland bekannt, geschätzt. In diesem Interview ging es ganz viel um das Lesen der Bibel. Er sagte, das Wort, das ist wie so ein Jungbrunnen, erst jenseits, ich glaube 85. Und da wurde er gefragt, er erklärte, wie er und seine Frau es halten, mit Bibel lesen und Gebet. Und er sagte, das ist wie so ein Jungbrunnen. Natürlich, auch Parzani wird älter. 

Aber das Lesen des Wortes, das wurde hier deutlich. Ich will mal so sagen, das hält, das remst, das Altwerden ein Stück aus. 

Wie so ein Jungbrunnen. Also das Wort gehört dazu. Gemeinde. Wir können, wir könnten vielleicht sogar ohne biblisches Wort Gemeinde machen. Wir laden die Leute freundlich ein, wir sind nett, wir begrüßen uns freundlich, machen eine nette Moderation, eine flotte Predigt, paar Erlebnisse, wir gehen auseinander, erzählen noch über dies und jenes, verabschieden uns herzlich. 

Aber Gemeinde würde auseinander gehen, sie würde auseinander flattern, sie würde ihre Richtung verlieren, wenn sie das Wort nicht hat. Diese alten Geschichten, unsere Geschichten, die uns getragen haben, die unsere Väter getragen haben. Erlebnisse bleiben dunstig, wenn nicht das biblische Wort regiert und auch korrigieren darf, was ich erlebe, unterstützen oder manchmal auch zurechtrücken. 

Asaph gebraucht hier zwei Begriffe für das Wort. Einmal das Zeugnis. Das Zeugnis meint konkret die Steintafeln, auf denen Mose die zehn Gebote bekommen hat, beziehungsweise dann nochmal selber schreiben müsste und wahrscheinlich noch einiges dazu, was in den Kapiteln von Exodus zwischen 20 und 24 steht. Das ist so der immerste Kern des Bundes. Das hatte Mose auf die Steintafeln. Das war das Zeugnis. Könnte man so sagen, wie ein Schüler, der sein Zeugnisheft im Schrank stehen hat. Das Schriftstück. 

Lag in der Bundeslade. Dann verwendet aber Asaph ja noch ein zweites Wort. Er hat uns ein Gesetz gegeben. Das Gesetz, man kann es auch ganz gelehrt sagen, die Tora. Da geht es mehr um das Wandeln, den Lebenswandel. Was soll ich in der Praxis tun? Zeugnis und Gesetz. Also zwei Ausdrücke für ein und dieselbe Sache mit unterschiedlichen Bedeutungsnuancen. Das eine meine, wir haben ein Schriftstück. Und das andere meine, wir haben einen Inhalt, der direkt mit unserem Leben zu tun hat. Beides gehört zusammen. Und Asaph gebraucht beide Begriffe. Es gibt ein Schriftstück. Und das soll sich in unserem Leben niederschlagen. Interessant ist, es wird das Gebot gegeben, die heranwachsende Generation soll das Wort Gottes hören und kennenlernen. Und darauf soll auch die nächste Generation wieder das Wort hören. Er gebot ihren Vätern, so heißt es im Vers 5. Also es gibt ein heiliges, biblisches Gebot, Gottes Wort weiterzugeben. Und wer sich ein wenig auskennt, weiß eben, da gehört dazu, Gottes Wort zu hören, zu kennen und dann weiterzugeben. Im Neuen Testament gibt es die Klage im Hebräerbrief, ihr solltet der Zeit nach Lehrer sein, aber ihr braucht immer noch Milch. 

Ihr seid träge geworden im Hören. So hört man die Klage im Hebräerbrief, Kapitel 5. Ihr seid träge geworden im Hören. Das Hören funktioniert nicht. 

Und dann sollte jemand längst Gottes Wort lernen können, kann es aber nicht. Das ist hochaktuell, gerade für uns in unserer lauten Zeit. Es ist immer wieder diese Herausforderung, abzuschalten und Gottes Wort zu hören. 

Das Interessante ist eben auch, ich denke an mindestens zwei Evangelisten, man könnte mehr nennen. Also Theo Lehmann, Parzani, ich habe Ähnliches auch von Krähem gehört. Die Predigten stehen im Internet, die werden heute noch gehört. Aber es waren eben Predigten, die aus dem Wort heraus geboren waren. 

Der Evangelist Theo Lehmann hat viel Zeit damit verwendet, das biblische Wort zu verstehen und verständlich zu machen für die aktuelle Zeit. Das war seine Herausforderung. Und die Predigten werden bis heute gehört oder gelesen. Das Weitergeben von Gottes Wort ist also ein Auftrag, ein Befehl, das hängt nicht von einem speziellen Auftrag ab, das hängt nicht von einem Amt ab, hängt nicht von einem Bildungsgrad ab. Es ist etwas, das obliegt jedem, dem Menschen anvertraut sind. Also hier ist auch viel das Bild der Familie vor dem inneren Auge, das Bild der Familie, den Kindern weitergeben. 

Die Bibel braucht ja nicht das Wort Kinder, sondern Söhne. Söhne ist ein sehr weit gefasster Begriff. 

Er meint die Kinder in der eigenen Familie, meint aber auch zum Beispiel hier die Kinder in der Kinderstunde, unsere nächste Generation. Also wir haben die Aufgabe, das weiterzugeben. Und das jeder gefordert. Sicher gibt es die Begabung, die geistliche Gabe der Lehre, die hat nicht jeder. Es gibt die geistliche Gabe der Schriftauslegung, die hat nicht jeder. 

Aber trotzdem, jeder Christ kann ein paar Dinge aus der Bibel verstehen und wir leben in einer Kultur, wo jeder das Lesen gelernt hat. Das ist ja auch ein Vorteil. Wir leben in einer Kultur, wo jeder das Lesen gelernt hat. Jeder kann lesen und hat praktisch die Aufgabe, in seinem Umfeld Gottes Wort weiterzugeben. Gehen wir weiter, damit die Kinder Vertrauen haben. Die heranwachsende Generation soll das Wort Gottes hören und kennenlernen. Darauf auch die nächste Generation. Es soll von Generation zu Generation weitergereicht werden. Und es steht hier, damit auch sie aufständen und es ihren Söhnen erzählten. Aufstehen. In der Bibel ist Aufstehen ein mehr so allgemeiner Begriff. Ich komme in Bewegung. Es geht nicht immer wörtlich um das, im ganz wörtlichen Sinn, um das Aufstehen, sondern ich lege los, ich wende Kraft auf, ich gehe jetzt los, ich mache jetzt, ich tue jetzt. 

Jeder, der Gottes Wort weitergibt, weiß, damit ist Arbeit verbunden. Also Abend gegessen, jetzt noch Bibel vom Kühlschrank runterholen, lesen. Da wollen die Kinder schon weiter. Nein, nein, stopp, stopp, stopp. Wird noch gelesen und gebetet. 

In dem Fall muss man sitzen bleiben. 

Aber da hat jemand Kinderstunde heute, da muss in die Gänge kommen. Da muss im Laufe der Woche sozusagen aufstehen und sich auf die Kinderstunde vorbereiten. Da hat vielleicht gestern zum Samstag, wo manch einer frei machen kann, eine Menge Zeit verwendet, um heute für die Kinderstunde vorbereitet zu sein. Aufstehen, um das Wort weiterzugeben. Das Ziel? 

Vertrauen auf Gott. Dieses Vertrauen richtet sich auf Gott. Das Vertrauen auf Gott, die Verse 6 und 7. Der Gläubige vertraut Gott, aber dieses Vertrauen kommt durch das Wort zustande. Das Wort, das wir haben, das biblische Wort, ist praktisch die Brücke, die wir zum allmächtigen Gott haben. 

Und wir sind praktisch immer wieder dran, diese Brücke zu begehen, diese Brücke in Ordnung zu halten, dass diese Brücke nicht brüchig wird. 

Dieses Vertrauen kommt durch das Wort. Der Glaube, so schreibt es Paulus im Neuen Testament, kommt aus der Kunde oder aus dem Gehörten. Jemand hat gehört, man kann auch ergänzen, hat gelesen und daraus wächst das Vertrauen in Gott. Da besucht jemand einen Kranken und er hat seine Bibel dabei und liest am Krankenbett etwas aus der Bibel vor und betet mit dem Kranken. Er transportiert Gottes Wort, weil er damit rechnet, dieses Wort richtet etwas Gutes aus. Dieses Wort richtet etwas Gutes aus. Es weckt das Vertrauen in Gott. Weiter, damit sie die Taten Gottes nicht vergessen. Geschichten geben uns Halt. Unsere biblischen Geschichten geben uns Halt. Die Gläubigen beziehen ihre Geschichten, die ihnen Halt geben aus der Bibel. Das Wort lenkt auch zum Zentrum hin. Vor allen Dingen, wenn wir das biblische Wort im Zusammenhang lesen, querbet durchlesen, 

führt es uns immer wieder auch an unangenehme Texte ran. Auch Parzani in dem Interview, das ich dieser Tage las, sprach dafür, im Zusammenhang zu lesen, nicht Vers für Vers hier und da etwas rauspicken. Gerade das Computerprogramm, also die Bibel im ganzen Computer, ich gebe ein Wort ein, Sünde und dann werden mir alle Stellen angezeigt. Das kann dazu verleiten, man klickert die Stellen durch, hat dann ein paar Informationen auch zusammen, die vielleicht auch richtig sind, aber man hat noch nicht im Zusammenhang gelesen. Wenn ich mal sage, so, jetzt lese ich hier von dieser Stelle das ganze Kapitel oder ich lese mal den ganzen Epheserbrief durch, dann wird es schon anders. Also unsere digitale Welt hat ihre ganz eigenen Herausforderungen. Herausforderungen. 

Und Parzani betonte eben gerade auch die struppelichen Stellen, so nannte er es, mit denen wir uns schwer tun, sind für uns manchmal von Bedeutung. Also, damit die nachfolgende Generation die Taten Gottes nicht vergisst, drittes Ziel, damit sie die Gebote halten. Das Wort Gottes hilft uns, seine Gebote zu halten. Das Wort nicht zu kennen, öffnet der Sünde die Tür und die Sünde zerstört, die Sünde raubt Kraft. Gottes Wort halten andererseits, das meint, Gottes Wort halten meint einen geraden Weg zu gehen. Es meint auch Gottes Segen zu bekommen. Das Halten der Gebote zieht Gottes Segen nach sich. Und Gottes Gebote und Gottes Segen halten auch Menschen zusammen. Gemeinde bleibt zusammen, wo sie sich ums Wort sammelt. und läuft nicht auseinander. Der nächste Punkt. Damit sie nicht hin und her geworfen sind, die Verse 8 bis 11. Wieder folgt ein Blick zurück in die Geschichte. Das Volk Israel war ungläubig. Also, wenn man diesen ganzen Psalm 78 zu Ende liest, es gibt viel Klage über den Ungehorsam. Man hat das Wort gehabt, man hat den Bund gehabt, man hat die alten Geschichten gehabt, aber man hat sie vergessen. 

Das Volk war oft ungläubig, das war oft ungehorsam. Das Herz des Volkes war nicht fest. Hier wird der Begriff Herz erwähnt. Das Herz, das Innerste eines Menschen, das ist hin und her gerissen. Das will in alle möglichen Richtungen laufen. Erfüllte Wünsche bringen sofort neue Wünsche hervor. Das menschliche Herz ist nie zufrieden. 

Und der menschliche Geist, Geist, das heißt, er drängt in Richtungen. Der menschliche Geist will überall hinlaufen. Das Volk war ungläubig. Und der menschliche Geist, der Geist von uns Menschen, muss vom Geist Gottes gelenkt werden. Da heißt es von den Leuten aus Ephraim, dann stamm Ephraim, die Söhne Ephraims, gerüstete Burgenschützen, sich wendeten am Tag des Kampfes. Eine militärische Einheit. Ephraim ist ein bedeutender Stamm im nördlichen Israel. Im Süden hatte Judah so die Oberhand, im Norden Ephraim. 

Gerüstete Burgenschützen. Die besten Waffen taugten nicht, weil man Gott vergessen hatte. Als es darauf ankam, im Kampf lief man davon. Welche Geschichte hier den Hintergrund für diesen Satz von Asaph bildete im Vers 9, ist meines Wissens nicht bekannt. Irgendwie hat er so eine Geschichte im Hinterkopf gehabt. Die sind weggelaufen. Das Problem waren nicht die modernen Waffen. Das Problem war nicht das menschliche Können. Gott nutzt Menschen. Gott nutzt unser Können. Gott hätte gern die guten Burgen der Ephraim mitten genutzt. Das Problem war, sie rechneten nicht mit Gott. Gott hätte bestimmt gern das Geschick in der Schlacht gewendet. Aber sie sind weggelaufen, weil sie den Bund vergessen hatten. Die hatten ihre Geschichten vergessen. Und sind im Krieg reihenweise umgekippt oder weggelaufen. Also der menschliche Geist, der menschliche Geist muss vom Wort Gottes geprägt werden. Übers biblische Wort kommt der Geist Gottes. Geist ist immer, es drängt in eine Richtung. Geist führt zum Tun. 

Geist ist Tat. Geist führt zum Tun. Und der menschliche Geist muss vom Geist Gottes gelenkt werden, in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Und das wiederum geschieht durch das Wort. Also der Geist Gottes liebt es. Er hat viele Wege, aber er liebt es, über das Wort zu uns zu kommen und zu uns zu reden. 

Und das heißt praktisch auch, Gottes Wort zu kennen, die alten Geschichten zu kennen, mit den alten Geschichten zu leben. Das heißt eben in der Praxis auch, Gottes Gebote zu kennen, Gottes Gebote zu halten. Das heißt in der Praxis auch, bei Angriffen stehen bleiben zu können. 

Damit zum letzten Punkt, die Verse 12 bis 16. 

Gott gibt. Doppelpunkt. Asaph blickt zurück auf die alte Geschichte. Damals, als man auszog aus Ägypten. Da heißt es, Gott ehrt hat Wunder ihren Vätern im Land Ägypten, dem Gebiet Zoans. Er spaltete das Meer und ließ sie hindurchgehen. Er ließ das Wasser stehen wie einen Damm. Er leitete sie des Tages mit der Wolke und die ganze Nacht mit dem Licht des Feuers. Er spaltete Felsen in der Wüste und drängte sie reichlich mit Fluten. Und so weiter. Man kann das zusammenfassen. Also hier sind eine Menge Dinge angerissen. Also Gott hat Wunder getan in Ägypten. Die sind rausgezogen, nachdem sie die zehn Plagen erlebt hatten. Da hat das Volk der Ägypter praktisch hart herangenommen. Er hat das Wasser geteilt. Die sind durch Schilfmeer durchgezogen. Das Wasser staute sich auf wie ein Damm. So eine Geschichte gab es im Grunde genommen zweimal. Einmal, als man durch Schilfmeer zog und die Ägypter hinter einem her waren. Und zum zweiten Mal, als man durch den Jordan zog und da führte Hochwasser und man wollte in das versprochene Land rein. Auch hier, Gott hat die Hand davor gehalten. Das Wasser staute sich auf. Das Volk konnte durchziehen. Er spaltete das Meer. Das Wasser staute sich wie ein Damm. Die Wolkensäule, die gab Orientierung bei Tag, Feuersäule bei Nacht. Man war in der Steppe unterwegs. Steppe, sehr trockenes Gebiet. Wie enorm wichtig und wie knapp ist der Wasser? Und da heißt es, er spaltete den Felsen und Wasser kam heraus. Also Gott gibt. Wir haben einen Gott, der gibt. Also das macht Mut, diesem Gott zu vertrauen. Gott gab Rettung. Er gab Orientierung. Er gab Wasser. Man kann es auch so sagen, Gott macht den Weg frei. Gott gab Orientierung. Gott hat versorgt. Gott. 

Und damit konnte man zielstrebig durch die Wüste gehen. Und wenn man Gott vertraut hätte, wäre man in wenigen Monaten am Ziel gewesen. Es war wieder der Unglaube, der einen selber ausgebremst hat. Man war insgesamt 40 Jahre unterwegs auf einem Weg, für den Gott einige Monate nur vorgesehen hatte. Also wie schnell wäre man am Ziel gewesen? 

Gott hat den Weg freigemacht. Gott hat Orientierung gegeben. Gott hat versorgt. Das sind Geschichten zum Leben. Im Alten Testament ging Israel in die Brüche, weil sie ihren Bundestext verlassen hatten. Jerusalem wurde dann zerstört. Der Tempel geplündert und zerstört. Später ein Großteil der Bevölkerung umgesiedelt ins babylonische Exil. Man hat das Wort vergessen. Einmal wird geklagt, das Land soll seine Sabbate wieder kriegen, die das Volk dem Land und Gott geraubt hat. Hätte man sich sparen können. Und das ist bis heute so. Es kann passieren, Leute gehen aus Gemeinden weg, weil sie Hilfe, Orientierung, Versorgung nicht finden, weil Gottes Wort fehlt. Oder Leute gehen zur Gemeinde oder wechseln die Gemeinde, weil sie dort Gottes Wort hören. Also das Wort ist das, was zusammenhält, was uns Richtung gibt. Unsere Geschichten zu studieren, das heißt zu bleiben. Unsere Geschichten zu studieren, also damit meine ich die Bibelgeschichten, das heißt zu bleiben. Wir bleiben. Wir haben Bestand. Wir haben das Wort, wir orientieren uns da dran. Wir haben seitens der Allianz Anfang Oktober, nicht Oktober, Anfang März, 1. bis 3. März Beat Weber eingeladen. Da hat ein interessantes, dreibändiges Werk über die Psalmen geschrieben. Und er wird in diesen Tagen über die Psalmen sprechen. Es geht um unser Gebet, mit den Psalmen leben, glauben, mit den Psalmen beten, glauben, leben. Ich möchte hier auch ein bisschen Werbung machen für diese Veranstaltung. Ja, kommt. Es sind unsere Geschichten, die uns Halt geben, die Psalmen. Es sind unsere Geschichten. Ich bin nun am Schluss angekommen. Wir haben gemerkt, das Wort gibt Richtung. Das Wort hält zusammen. Gottes Wort hält auch die nächste Generation bei festem Glauben, hält uns mit der nächsten Generation zusammen. Gottes Wort hält mich persönlich auf Kurs. Es hält die Gemeinde auf Kurs. Ich habe einmal Folgendes gelernt. Wer nachts, wer nachts durch die Stadt geht, wer nachts durch die Stadt geht und ziellos schlendert, 

der wird häufiger überfallen als jemand, der zielstrebig läuft. Wer nachts in der Stadt unterwegs ist und ziellos schlendert, 

wird häufiger überfallen als jemand, der auch nachts unterwegs ist, aber zielstrebig läuft. 

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